Eigenschaften eines Speichers

Wenn deine Anlage mehr Strom erzeugt, als du verbrauchen kannst, kommt der Speicher ins Spiel. In ihm wird der Strom zwischengespeichert, sodass du ihn beispielsweise nachts abrufen kannst. Doch diese Speicher können noch mehr: Sie enthalten ein komplettes Energie-Management-System, das auch die Stromeinspeisung ins Netz und die Verwaltung des virtuellen Cloud-Speichers eigenständig regelt.

Die Stromspeicher gibt es in verschiedenen Größen. Von einer Kapazität mit 2,5 kWh bis 30 kWh ist alles dabei. Teilweise kann man diese sogar in Kaskade schalten, was einer Reihenschaltung gleichkommt: Hier kannst du also mehrere Speicher aneinanderreihen und deine Speicherkapazität erhöhen.

 

Doch was bedeutet die Kapazität der Speicher überhaupt?

Ein Speicher hat - je nach Größe - eine bestimmte Speicherkapazität. Diese wird in Kilowattstunden angegeben. Bei dieser Speicherkapazität muss man zwischen der nutzbaren Speicherkapazität (Netto) und der angegeben Brutto-Speicherkapazität unterscheiden. Das ist ungefähr vergleichbar mit den Angaben eines Handyspeichers: Angegeben werden 32 GB Speichervolumen, darin enthalten sind allerdings 1,5 GB Betriebssystem, wodurch du dann nur noch einen Speicher von 30,5 GB nutzen kannst. 

Viele Hersteller garantieren, dass die Brutto-Angaben der nutzbaren Netto-Speicherkapazität entspricht. Wir prüfen deine Angebote, ob die aufgeführten Speicher auch dem Motto "Brutto = Netto" entsprechen.

 

Was sind Ladezyklen?

Leider halten Speicher nicht ewig. Sie werden mit der Zeit schwächer, sprich ihre Nutzkapazität nimmt im Laufe der Jahre ab. Das liegt an den Ladezyklen. Als Ladezyklus bezeichnet man den Zyklus des kompletten Lade-, Speicher- und Entladevorgangs der gesamten Nutzkapazität. Wenn dein Speicher also 100% seiner Nutzkapazität geladen hat, den Strom dann speichert und sich dann wieder komplett entleert, ist ein Ladezyklus vergangen.

Diese Ladezyklen muss man unterscheiden: Es gibt den Vollzyklus und den Teilzyklus. Der Vollzyklus entspricht dem gerade genannten. Dein Speicher lädt sich vollständig auf, speichert und entleert sich wieder. Ein Teilzyklus entsteht immer dann, wenn der Speicher nicht vollständig ausgelastet wird. Zum Beispiel dann, wenn er nicht zu 100% geladen ist und sich schon wieder entleert.

Aus aktuellen Monitoring-Werten von Speicheranlagen haben diese in der Praxis 230 bis 280 Vollzyklen im Jahr (abhängig von der Größe der Anlage und der Größe des Speichers). Auf 10 Garantie-Jahre sind es dann ca. 2800 Ladezyklen. Unserer Meinung nach sind die angegebenen Ladezyklen, die teilweise über 10.000 gehen, nicht relevant. Die 10 Jahre Garantie laufen ab, bevor der Speicher seine Höchstzahl an Ladezyklen verbraucht hat.

 

Ist die Ladeleistung wichtig?

Ja, die Lade- und Entladeleistung deines Speichers ist wichtig. Sie gibt an, wie schnell dein Speicher die Sonnenenergie tanken kann und wie groß die Stromverbraucher, die der Speicher versorgen soll, sein können.

Hat dein Speicher eine geringe Ladeleistung, dauert es länger bis er voll ist und dir in der Nacht den Strom liefern kann. Ist die Entladeleistung gering, können mit dem Speicher keine Wärmepumpen oder ähnlich große Verbraucher betrieben werden. 

Diese Leistungen werden in Watt (W) angegeben. Zum Vergleich: Ein Hersteller gibt die Ladeleistung seines Stromspeichers von 625 W bis 2.500 W an (je nach Speicherkapazität). Die Entladeleistung liegt zwischen 1.250 W und 2.500 W. Diese Angaben sind wichtig, damit du dir im Vorfeld Gedanken machen kannst, wie schnell dein Speicher laden soll und welche Verbraucher du mit dem Speicher versorgen möchtest. Wir helfen dir dabei, indem du uns deine Vorstellungen und Wünsche bezüglich deiner Photovoltaik-Anlage mit Speicher angibst. Anschließend suchen wir das für dich beste Angebot raus.

 

Fazit

Stromspeicher sind heute fast nicht mehr wegzudenken, wenn du dir eine Photovoltaik-Anlage zulegen möchtest. Sie regeln für dich die Einspeisung in das Stromnetz und in die Cloud, speichern deinen überschüssigen Strom, damit du auch in der Nacht deinen eigens produzierten Strom nutzen kannst und leben sehr lange. Wir empfehlen dir daher, dass du zu deiner Photovoltaik-Anlage einen Stromspeicher mit installieren lässt. Wie groß dein Speicher sein soll und wie rentabel er tatsächlich für dich ist, erfährst du von deinem SolarCoach.