Was bedeutet "Notstrom" tatsächlich für meine Photovoltaik-Anlage?

Mit einer Photovoltaik-Anlage kannst du auch im Falle eines Stromausfalls dein Haus weiterhin mit Strom versorgen. Das gelingt mit Hilfe spezieller notstromfähiger Speicher. Grundsätzlich gilt aber, dass eine Photovoltaik-Anlage ohne einen solchen Speicher, während eines Stromausfalls, nicht mehr funktioniert. Das ist den meisten Kunden nicht bewusst, deshalb weisen wir dich darauf hin.

Vorsicht: Nicht alle Stromspeicher sind für eine tatsächliche Notstromversorgung geeignet. Du musst unbedingt beim Kauf darauf achten, dass dein Stromspeicher auch eine solche Notstromversorgung hat. Die solare Nachladung kann eben nur dann stattfinden, wenn der Stromausfall während des Tages eintritt und die Photovoltaik-Anlage durch die Sonneneinstrahlung Strom produzieren kann. Einige Hersteller werben zudem mit dem Begriff "notstromfähig", obwohl ihr Speicher diese Funktion gar nicht hat.

Man unterscheidet zwischen folgenden Arten des Notstroms:

1. Der Notstrom kommt nur aus der Batterie über eine Steckdose direkt am Stromspeicher.

Wenn dein Speicher zum Zeitpunkt eines Stromausfalls geladen ist, kann über eine Steckdose direkt an diesem Stromspeicher ein Gerät weiterhin mit Strom versorgt werden. Allerdings nur so lange, wie der Akku geladen ist. Danach ist eine weitere Stromversorgung nicht mehr möglich, da der Stromspeicher parallel nicht geladen werden kann.

2. Eine Sicherung deines Haushalts wird mit Notstrom versorgt.

Dabei wird im Vorfeld, während der Installation des Stromspeichers, eine fest definierte Sicherung festgelegt, die im Falle eines Stromausfalls mit Strom versorgt werden soll. Das kann ein bestimmtes Zimmer sein oder aber auch nur bestimmte Geräte, die dann noch mit Strom versorgt werden. Diese Art des Notstroms ist meistens auch mit der Fähigkeit des solaren Nachladens ausgestattet. Der Speicher lädt sich also bei Sonnenschein wieder auf.

3. Einphasiger Notstrom mit solarer Nachladung.

Das Stromnetz im Haus ist in 3 Phasen unterteilt. Mit dieser Methode kann eine dieser 3 Phasen weiterhin mit Strom versorgt werden, wenn es zu einem Netzausfall kommen sollte. Das hat den Vorteil, dass die Geräte, die auf dieser Phase laufen, auf jeden Fall weiterhin Strom bekommen. Zudem kann hier eine solare Nachladung stattfinden. Wenn also der Strom am Tag ausfallen sollte, lädt sich der Speicher bei Sonnenschein wieder auf, sobald seine Batterien leer sind.

4. Das komplette Haus wird mit Notstrom versorgt.

Bei der kompletten Notstromlösung wird das gesamte Haus bei einem Stromausfall weiterhin mit Strom versorgt. Man merkt hier also nicht einmal mehr, dass der Strom anderswo ausgefallen ist, da der Stromspeicher sein eigenes Stromnetz aufbaut und völlig autark das Haus mit Strom versorgt. Hierbei wird der Speicher auch wieder automatisch über die Photovoltaik-Anlage nachgeladen, vorausgesetzt die Sonne scheint und die Photovoltaik-Anlage kann Strom erzeugen. Im Klartext: Du hast so lange weiterhin Strom, wie deine Solaranlage Strom produziert oder bis dein Speicher leer ist. Je nach dem, ob es Tag oder Nacht ist.