Die Steuer bei Photovoltaik-Anlagen

Mit der Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage entscheidest du dich nicht nur für eine umweltfreundliche Energieerzeugung. Du kannst dadurch auch wirtschaftlich profitieren. Durch die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz bist du dann unternehmerisch tätig.

In Bezug auf die steuerliche Behandlung von Photovoltaik-Anlagen sind zwei Themen zu beachten: Umsatzsteuer und Einkommensteuer. Bei der Einkommensteuer gibt es seit 02.06.2021 (auch rückwirkend) die Möglichkeit bei Anlagen bis 10,0 kWp sich von der Abgabe einer Gewinnermittlung befreien zu lassen, da diese regelmäßig keine steuerlich relevanten Gewinne erzielen.

Wenn du deinen überschüssigen Strom in das Stromnetz einspeist, bekommst du vom Netzanbieter eine Vergütung ausbezahlt. Dadurch verkaufst du sozusagen deinen Strom und bist im steuerrechtlichen Sinn unternehmerisch tätig.

Allerdings gibt es bei der Umsatzsteuer die sogenannte Kleinunternehmer-Regelung, wenn dein jährlicher Umsatz nicht 22.000€ übersteigt (§ 19 UstG). Durch diese Kleinunternehmer-Regelung bist du dann von der Umsatzsteuer befreit. Allerdings wird bei dieser Regelanwendung keine Umsatzsteuer für den Kaufpreis der Photovoltaik-Anlage zurückerstattet. Um diese gezahlte Umsatzsteuer jedoch wieder geltend zu machen, musst du dich für die Regelbesteuerung entscheiden und bist 5 Jahre daran gebunden.

 

TIPP: Wir sind keine Steuerberater. Die SolarCoaches® können dich nur über eventuelle steuerliche Absetzungen informieren. Frag am besten bei deinem Steuerberater nach, wie du deine Photovoltaik-Anlage steuerlich behandeln musst, damit das für dich Beste dabei herauskommt. Viele Angebote haben eine steuerliche Beratung bereits kostenlos für dich mit inbegriffen. Wir prüfen, ob eines deiner Angebote eine solche Dienstleistung enthält und können gerne für dich bereits einen ersten Kontakt herstellen.