Die verschiedenen Solarmodul-Typen

Bei den Solarmodulen gibt es viele verschiedene Typen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Einige davon sind besonders ästhetisch, andere haben durch ihre Bauart einen besonderen Effekt. Welche das sind, listen wir dir hier auf.

 

Monokristalline Photovoltaik-Module

Monokristalline Module haben einen höheren Wirkungsgrad. Dadurch benötigen sie weniger Fläche zur Erzeugung einer vergleichbaren Strommenge als andere Solarmodule. Das liegt an ihrer gleichmäßigen Kristallstruktur.

 

PERC-Zelltechnologie

Die Passivated Emitter Rear Cell Technologie, kurz PERC-Technologie, sorgt für einen höheren Ertrag. Durch Löcher in einer schwach- bzw. nichtleitende Schicht - auch dielektrische Schicht - auf der Rückseite der Solarzellen, werden die Sonnenstrahlen so reflektiert, dass die Solarzellen diese reflektierenden Strahlen auch noch mit aufnehmen können und der Ertrag dadurch erhöht werden kann.

 

Halbzellentechnologie

Bei der Halbzellentechnologie, oder auch Halfcut, sind die Solarzellen in zwei Hälften geteilt. Aus 60 Zellen werden dann 120 Halbzellen. Die Teilung ermöglicht durch die Reduzierung des elektrischen Widerstands eine höhere Leistung. Das liegt an der Minderung der elektrischen Verluste im Zell- und Querverbinder.

 

All Black-Module

Die komplett schwarzen Module sind in ihrem Design "All Black". Das bedeutet, dass wirklich alle einzelnen Komponenten, wie zum Beispiel die Zellen, das Backsheet und auch der Rahmen komplett schwarz sind. Diese Module sind gerade deswegen im privaten Wohnbereich sehr beliebt. 

 

Cello-Zelltechnologie

Bei der Cello-Zelltechnologie werden sogenannte Busbars (metallische Bleche oder Schienen, die zur elektrischen Leitung eingesetzt werden) durch 12 dünne, metallische Drähte ersetzt. Statt der Busbars leiten nun diese Drähte den Strom weiter an die Anschlussdose. Dadurch sinkt die Verschattung der Solarzellen und die Leistungsabgabe kann gesteigert werden. Selbst kleine Risse in der Zelloberfläche, die zu einer Leistungsminderung führen können, werden dadurch ausgeglichen.

 

Maxeon-Zelltechnologie

Diese Technologie dient der Stabilität des Solarmoduls. Hierbei wird das Modul mit einer Kupferrückwand verstärkt. Neben der Erhöhung der Stabilität wird das Modul auch weniger anfällig für Mikrorisse.

 

Bifaziale Zelltechnologie

Module mit dieser bifazialen Zelltechnologie sind beidseitig mit aktiven Zellen bestückt. Auf der Rückseite befindet sich eine lichtdurchlässige Folie, wodurch auch das Licht, das auf die Rückseite fällt, aufgenommen werden kann. Dadurch wird der Energieertrag gegenüber einem normalen Solarmodul mit gleicher Nennleistung gesteigert.

 

Glas-Glas-Module

Bei dieser Art von Modul liegt die Solarzelle zwischen zwei Glasscheiben. Dadurch sind sie weniger wetterempfindlich gegenüber einem gängigen Glas-Folien-Modul, wobei die Solarzelle zwischen einer Glasscheibe auf der Vorderseite und einer Folie auf der Rückseite liegt. Auch beim Thema Brandschutz werden diese Module in eine andere Brandschutzklasse eingeordnet, weil sie durch ihre doppelte Verglasung noch weniger entflammbar sind als andere Module. Außerdem sind diese Glas-Glas-Module oft bifazial und können dadurch auf der Vorder- wie auf der Rückseite Sonnenstrahlung aufnehmen.

 

Back Contact

Dies Module haben ihre Kontaktlinien auf der Rückseite ihrer Solarzellen. Dadurch kann deutlich mehr Sonnenstrahlung abgefangen werden als bei Modulen mit Kontaktdrähten (Cello-Zelltechnologie) oder Busbars auf der Vorderseite des Moduls.